Quimperlé liegt im Nordwesten Frankreichs, in der Region Bretagne und im Département Finistère. Der Name der Stadt bedeutet „Zusammenfluss der Ele“, da hier die Flüsse Isole und Ellé zusammenfließen und den Ästuar Laïta bilden, der schließlich in den Atlantik mündet. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, die von 3 bis 83 Meter über dem Meeresspiegel reichen. Die Stadt ist gut angebunden, liegt an der Route nationale 165 und besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Savenay–Landerneau.
Die erste Erwähnung Quimperlés geht auf das Mittelalter zurück, doch seine Bedeutung wuchs besonders durch die Lage an den Flüssen und die damit verbundene Handelstätigkeit. Im 11. und 13. Jahrhundert entstanden prägende Bauwerke wie die Kirchen Sainte-Croix und Notre-Dame-de-l’Assomption. Die Stadt war zudem ein Zentrum der bretonischen Sprache und Kultur, was sich in ihrem bretonischen Namen Kemperle widerspiegelt.
Heute ist Quimperlé vor allem für seine historische Altstadt und bedeutende Bauwerke wie den Dolmen von Roscasquen bekannt. Das Stadtmuseum bewahrt die lokale Geschichte, während Persönlichkeiten wie der General Claude-Marie Hervo oder die Fußballspielerin Clarisse Le Bihan mit der Stadt verbunden sind. Quimperlé pflegt Städtepartnerschaften mit Geilenkirchen in Deutschland, Liskeard in England, Athenry in Irland und Nara in Mali.