Ravenstein liegt am Ostrand des Neckar-Odenwald-Kreises in Baden-Württemberg, eingebettet im Bauland, wo etwa ein Viertel der Gemarkung von Wäldern bedeckt ist. Die Stadt besteht aus mehreren Ortsteilen, die alle an kleinen Bächen liegen, die in die Jagst münden. Dazu gehören Hüngheim und Merchingen an der Kessach sowie Erlenbach, Ober- und Unterwittstadt am Hasselbach. Nachbarorte wie Boxberg im Norden oder Krautheim im Osten prägen die Umgebung.
Die Geschichte der heutigen Stadt ist vielfältig: Einige Ortsteile gehörten einst zum Erzstift Mainz, andere zum Hochstift Würzburg. Merchingen etwa wurde erstmals urkundlich erwähnt, als es als Eigengut in einem Vertrag zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und König Alfons VIII. von Kastilien genannt wurde. Später wechselten die Herrschaften mehrfach, bis die Orte schließlich 1806 an Baden fielen. Die heutige Stadt entstand erst 1971 durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden, darunter Ballenberg und Merchingen, und erhielt 1974 die Stadtrechte.
Ravenstein ist geprägt von seiner fränkischen Geschichte, die sich in Dialekten und Bauwerken widerspiegelt. In Merchingen etwa wird noch ein mainfränkischer Dialekt gesprochen, während die Umgebung ostfränkische Einflüsse zeigt. Die Stadt ist Teil der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar und liegt in einer Landschaft, die von Wäldern und Bachtälern durchzogen ist.