Schöntal liegt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, eingebettet in die hügelige Landschaft des Hohenlohekreises. Die Gemeinde erstreckt sich entlang des Jagsttals und seiner Nebentäler, wo sich die meisten Dörfer befinden. Die Jagst durchfließt das Gebiet von Südosten nach Westsüdwesten, während kleinere Bäche wie Sindelbach und Erlenbach die Täler gliedern. Die Höhen zwischen den Tälern sind meist offen und landwirtschaftlich genutzt, mit einzelnen Waldstücken. Der höchste Punkt der Gemeinde erreicht fast 400 Meter, der niedrigste liegt bei etwa 198 Metern am Jagstausfluss.
Die Geschichte Schöntals ist eng mit dem Zisterzienserkloster verbunden, das 1157 gegründet wurde. Die prächtige Klosterkirche entstand zwischen 1708 und 1736, doch bereits 1802 wurde das Kloster säkularisiert. Die heutigen Ortsteile gehörten lange zu unterschiedlichen Herrschaften: Einige kamen 1802 zu Württemberg, andere erst später zu Baden. Die Gemeinde entstand 1851 aus wenigen Ortschaften und wuchs durch Eingemeindungen, bis sie 1972 durch den Zusammenschluss von acht Gemeinden ihre heutige Form erhielt. Einst verband die Jagsttalbahn die Orte, doch sie wurde 1988 stillgelegt.
Besonders prägend ist das Kloster Schöntal mit seiner barocken Kirche, das bis heute das Ortsbild bestimmt. Das Wappen der Gemeinde erinnert an die Zisterzienser und an Götz von Berlichingen, der im Kloster begraben liegt. Die Umgebung bietet Radwege entlang der Jagst und mehrere Freizeitanlagen wie Badeplätze und Sportplätze. Früher spielte der Weinbau eine größere Rolle, heute wird er nur noch in Bieringen gepflegt. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit einer französischen Gemeinde, die auf eine persönliche Begegnung nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgeht.