Osterburken liegt im Norden Baden-Württembergs, eingebettet zwischen Odenwald und Jagsttal. Der Fluss Kirnau durchzieht das Gebiet, das sich von 240 bis 392 Meter über dem Meer erhebt. Die Stadt gehört zur Metropolregion Rhein-Neckar und ist bekannt für ihre reiche römische Vergangenheit, die sich in archäologischen Funden und dem Obergermanisch-Rätischen Limes widerspiegelt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Die Römer errichteten hier um 160 ein Kastell am Limes, das nach dem Limesfall von Alemannen weiter genutzt wurde. Die erste schriftliche Erwähnung als „Burchaim“ stammt aus dem Jahr 822, als eine Martinsbasilika erwähnt wurde. Im Mittelalter wechselte der Ort mehrfach die Herrschaft, darunter an Kurmainz und das Haus Hanau. 1356 erhielt Osterburken Marktrechte und wurde später zur Unterscheidung von Neckarburken in „Osterburken“ umbenannt.
Heute prägen vor allem römische Relikte das Bild der Stadt. Das Kastell und das Römermuseum mit einem Nachbau des Mithrasreliefs sind bedeutende Zeugnisse. Der Histotainmentpark Adventon auf Marienhöhe rekonstruiert experimentell archäologische Lebenswelten. Die katholische Kilianskirche mit ihrem historischen Glockenturm und die Badische Landesbühne, die in der Baulandhalle gastiert, runden das kulturelle Angebot ab. Eine Partnerschaft verbindet Osterburken mit der französischen Stadt Hondschoote.