Rhede liegt im westlichen Münsterland an der Grenze zwischen Niederrheinischem Tiefland und Westfälischer Bucht, nur wenige Kilometer von den Niederlanden entfernt. Der Ort wird vom Rheder Bach durchflossen, der in die Bocholter Aa mündet, während die Stadt selbst auf etwa 30 Meter Höhe liegt. Im Süden erreicht das Gelände 51 Meter, im Westen fällt es auf 26 Meter ab.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, darunter ein Faustkeil aus Mammutknochen. Im Mittelalter wurde Rhede erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich unter wechselnden Adelsfamilien wie den Herren von Rhede und später den Herren von Rhemen. Die Burg und später das Schloss prägten die Geschichte des Ortes, der im Grenzland zwischen verschiedenen Territorien lag.
Heute ist Rhede Teil eines grenzüberschreitenden historischen Raums namens Hamaland. Die Stadt gliedert sich in mehrere Stadtteile wie Vardingholt und Krechting. Typisch für die Landschaft sind Eichen- und Buchenwälder sowie ein dichtes Netz aus Bächen und Auen.