Rötz ist eine kleine Stadt im Oberpfälzer Wald, eingebettet in den Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Sie liegt an der Schwarzach, einem Fluss, der das Gebiet zwischen Schwarzenfeld und der tschechischen Grenze durchzieht. Die Stadt ist etwa vierzehn Kilometer von der Grenze zu Tschechien entfernt und wird von mehreren Nachbargemeinden umgeben, darunter Winklarn und Neunburg vorm Wald im Norden sowie Stamsried und Pemfling im Süden.
Der Name Rötz deutet auf slawische Wurzeln hin und könnte sich von einem alten Wort für Bach oder Fluss ableiten. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem frühen 11. Jahrhundert, als Kaiser Heinrich II. das Gebiet indirekt erwähnte. Später spielten die Schwarzenburger eine prägende Rolle, bevor Rötz 1299 als Markt und 1505 offiziell zur Stadt erhoben wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt immer wieder von Bränden, Kriegen und Seuchen heimgesucht, die das Stadtbild und die Bevölkerung stark prägten.
Heute ist Rötz vor allem für seine historische Altstadt mit gotischem Chor der Stadtpfarrkirche bekannt. Ein besonderes Bauwerk ist der ehemalige Getreidekasten, der heute als Fürstenkasten dient. Die Stadt pflegt ihre Traditionen, etwa durch das jährliche Theaterfestspiel auf dem Schwarzwihrberg oder die Genossenschaftsbrauerei, die seit über zwei Jahrhunderten besteht. Die umliegende Landschaft des Oberpfälzer Waldes lädt zu Wanderungen ein und macht Rötz zu einem ruhigen Ort mit historischem Charme.