Schauenstein liegt am Ostrand des Frankenwalds, wo die Selbitz durch das Tal fließt. Der Ort selbst thront auf einem Felsvorsprung, während die Gemeindeteile Volkmannsgrün und Uschertsgrün direkt am Fluss liegen. Ein markantes Naturdenkmal sind die Augengneisfelsen, die das Landschaftsbild prägen. Die Stadt gehört zum Landkreis Hof in Oberfranken und ist Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft.
Erstmals 1230 als „Schåwinstein“ erwähnt, verdankt der Ort seinen Namen einer Burg mit weitem Blick. 1291 erhielt Schauenstein Stadtrechte, doch die Herrschaft wechselte mehrfach: Zuerst an die Ritter von Wolfstriegel, dann an die Burggrafen von Nürnberg. Im Mittelalter prägten Hammerwerke wie Dorschenhammer und Lehstenmühle die Wirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente eine ehemalige Baumwollzwirnerei als Lager für Displaced Persons und Kriegsgefangene, darunter zeitweise der gesuchte SS-Arzt Josef Mengele.
Besonders sehenswert ist das Schloss mit Heimat- und Feuerwehrmuseum sowie die Kirche St. Bartholomäus. Im Gemeindeteil Neudorf erinnert das Weberhausmuseum an die textile Tradition. Jährlich locken Feste wie das Stadtfest oder das Schützen- und Wiesenfest Besucher an. Die „Wachende Jungfrau“ und der „Schlafende Riese“ sind markante Felsformationen in der Umgebung. Eine Partnerschaft verbindet Schauenstein mit Wieselburg-Land in Niederösterreich.