Schönsee liegt im Nordosten des Oberpfälzer Waldes, nahe der tschechischen Grenze, eingebettet in ein Tal, das die Ascha durchfließt. Die Stadt wird von bewaldeten Höhen umgeben, darunter der Drechselberg mit über 800 Metern und der markante Weingartnerfels. Ein 30 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Weingartnerfels bietet weite Blicke über die Region, die zum Naturpark Oberpfälzer Wald gehört.
Erstmals erwähnt wurde Schönsee im frühen 14. Jahrhundert, als es unter der Herrschaft der Herren von Hostau stand. Im 14. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte und ein Wappen mit einem Seerosenstock. Prägend waren Eisenverhüttung und Köhlerei, später Glasindustrie und Klöppelschulen. Nach Kriegszeiten und Grenzverschiebungen wurde Schönsee Teil Bayerns und entwickelte sich zu einem Ort mit handwerklichen Traditionen wie der Spitzenklöppelei.
Heute ist Schönsee bekannt für seine gut erhaltene Natur mit Wanderwegen und Radrouten, die bis nach Tschechien führen. Die katholische Stadtpfarrkirche St. Wenzeslaus, mehrfach wiederaufgebaut, prägt das Stadtbild. Ein bayerisch-böhmisches Kulturzentrum fördert den Austausch mit dem Nachbarland. Die Stadt verbindet historische Bauten mit lebendigen Traditionen und einer reizvollen Grenzlandschaft.