Waidhaus liegt im Norden der Oberpfalz, nahe der tschechischen Grenze, am Fuß des Sulzbergs. Über den Gipfel des Bergs, dem Alten Schloss, erstreckt sich ein Naturwaldreservat mit urwaldähnlichem Laub- und Mischwald bis auf etwa 755 Meter Höhe. Seit Jahrhunderten führt hier eine bedeutende Handelsstraße von Nürnberg nach Prag vorbei.
Als Grenzort an dieser wichtigen Route war Waidhaus immer wieder Schauplatz historischer Ereignisse. Im Dreißigjährigen Krieg verschanzten sich hier 1621 Truppen unter Ernst von Mansfeld und hielten monatelang gegen die Truppen der Katholischen Liga stand. Später wurde der Ort als Flecken und später als Marktflecken bezeichnet und gehörte zum Kurfürstentum Bayern. Die heutige Gemeinde entstand 1818 durch die bayerischen Verwaltungsreformen.
Waidhaus ist bekannt für seine Kirchen, darunter die neugotische Dreifaltigkeitskirche, die seit 2004 als ökumenische Autobahnkirche dient. Persönlichkeiten wie der Bildhauer Leonhard Gollwitzer oder die Schriftstellerin Nora Schmitt stammen von hier. Wirtschaftlich spielt die Gemeinde eine Rolle als wichtiger Erdgas-Importpunkt und durch eine Verdichterstation der Mitteleuropäischen Gasleitung. Auch Windkraftanlagen und die historische Handelsstraße prägen das Bild.