Seckau liegt versteckt am Südrand der Seckauer Alpen, wo ein kleines Tal vom Murtal abzweigt. Die Gemeinde besteht aus sechs Ortsteilen, darunter der namensgebende Hauptort und Neuhofen, das mit seiner Fläche fast so groß ist wie alle anderen zusammen. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und dem Weiermoarteich, der als stilles Gewässer in der Region auffällt.
Erstmals taucht der Name 1142 in Urkunden auf und verrät slawische Wurzeln: „Holzschlag“ und „Aue“ beschreiben die frühe Umgebung. Im 12. Jahrhundert entstand hier ein Chorherrenstift, das 1140 gegründet wurde und später zum Bischofssitz aufstieg. Die Abtei wechselte mehrfach die Ordenszugehörigkeit, überstand Brände und politische Umbrüche, darunter die Zeit als nationalsozialistische Erziehungsanstalt. Nach dem Krieg kehrte das klösterliche Leben zurück, und die Basilika wurde wiederaufgebaut.
Heute ist die Abtei mit ihrer romanischen Basilika und dem Mausoleum Erzherzog Karls II. das prägende Bauwerk der Gemeinde. Die Wallfahrtskirche auf der Hochalm zieht Besucher in höhere Lagen, während der Zentralalpenweg Wanderer durch die Region führt. Persönlichkeiten wie der Schauspieler Friedrich von Thun oder der Skirennläufer Stefan Babinsky verbinden sich mit Seckau, dessen Geschichte bis in die Zeit der Dompröpste zurückreicht.