Gaal liegt eingebettet in den Niederen Tauern und den Seckauer Alpen, wo der Gaalbach und der Ingeringbach tiefe Täler formen. Die höchsten Gipfel wie das Geierhaupt oder der Pletzen überragen die Gemeinde, während der tiefste Punkt am Austritt des Ingeringbachs bei etwa 750 Metern liegt. Das Gemeindegebiet umfasst mehrere Katastralgemeinden wie Graden oder Puchschachen, die sich in kleine Ortschaften wie Bischoffeld oder Schattenberg gliedern.
Die Geschichte Gaals reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück, als slawische Siedler in die Region vordrangen und Namen wie „Undrimas“ hinterließen. Im Mittelalter prägte das Geschlecht der Gaaler die Gegend, darunter Ottokar, Verfasser der Steirischen Reimchronik. Die Burg Wasserberg wurde um 1260 erbaut und war Schauplatz politischer und kriegerischer Ereignisse. Nach Bränden und Zerstörungen durch Türken im 15. Jahrhundert erlebte Gaal wirtschaftliche und bauliche Veränderungen, etwa durch den Silberabbau oder die Umgestaltung von Schloss Wasserberg.
Heute ist Gaal vor allem für seine Natur und Kultur bekannt. Der Ingeringsee mit seiner Kapelle und das VW-Käfer-Museum ziehen Besucher an, während Schloss Wasserberg mit seinen historischen Fresken und der Johannes-Nepomuk-Kapelle beeindruckt. Die Pfarrkirche St. Peter und die Pirkachkapelle zur hl. Anna zeugen von der religiösen Tradition. Die umliegenden Berge bieten Wander- und Wintersportmöglichkeiten, und die Gemeinde ist Teil wichtiger Weitwanderwege wie dem Zentralalpenweg. Trotz der ländlichen Prägung mit Forstwirtschaft und Landwirtschaft spielt der Tourismus eine wachsende Rolle.