Sinabelkirchen liegt im oststeirischen Hügelland, eingebettet im Ilztal. Der Hauptort befindet sich etwa 34 Kilometer östlich von Graz und ist über die Süd Autobahn A 2 sowie die Gleisdorfer Straße B 65 erreichbar. Die Gemeinde erstreckt sich auf rund 37 Quadratkilometern, wobei mehr als die Hälfte der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird und etwa ein Drittel aus Wald besteht.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, doch eine planmäßige Rodung des Gebiets erfolgte erst im 12. Jahrhundert. Der Name Sinabelkirchen geht vermutlich auf eine runde Form zurück und wurde erstmals 1351 urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Region immer wieder von kriegerischen Einfällen aus dem Osten heimgesucht, darunter die Ungarn, Türken und Kuruzen, die Verwüstungen hinterließen. Auch Seuchen wie die Pest und Naturkatastrophen prägten das Leben der Bewohner.
Heute ist Sinabelkirchen eine lebendige Gemeinde mit einer Mischung aus Landwirtschaft und moderner Wirtschaft. Die Pfarrkirche, dem Heiligen Bartholomäus geweiht, sowie zahlreiche Kapellen und Bildstöcke zeugen von der religiösen Tradition. Kulturvereine wie der Musikverein oder die Laienspielgruppe Sandkorn bereichern das Gemeinschaftsleben. Ein besonderes Projekt ist die Büchertankstelle, die kostenlose Bücher in einer umfunktionierten Telefonzelle anbietet. Die Umgebung mit ihren sanften Hügeln und Wäldern lädt zu Wanderungen ein.