Spenge liegt im Ravensberger Hügelland zwischen dem Teutoburger Wald im Süden und dem Wiehengebirge im Norden. Das Gelände steigt nach Süden an und erreicht im Stadtgebiet eine Höhe von fast 160 Metern, während es im Norden zur Else hin auf etwa 64 Meter abfällt. Der Fluss Else durchzieht das Gebiet von Süd nach Nord und nimmt mehrere kleinere Bäche auf, darunter die Warmenau, die im Westen die Grenze zu Niedersachsen bildet. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln und weiten landwirtschaftlichen Flächen, während Wälder eher selten sind.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, doch die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem späten 11. Jahrhundert. Damals wurde ein Relief in der Marienkirche von Wallenbrück erwähnt, das möglicherweise den Kirchenstifter Gerhard darstellt. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zum Ravensberger Land und wurde nach der Reformation lutherisch geprägt. Die Bevölkerung lebte zunächst in kleinen Siedlungen und bewirtschaftete das fruchtbare Land, bis sich im 15. Jahrhundert das Leinengewerbe als wichtige Erwerbsquelle entwickelte.
Heute ist Spenge vor allem durch seine historische Kirche St. Martini bekannt, deren Vorgängerbau bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. Die Stadt gliedert sich in fünf Ortsteile, die bis 1969 eigenständige Gemeinden waren. Die Region bewahrt noch Spuren ihrer landwirtschaftlichen Vergangenheit, etwa in den kleinen Tälern und Moorgebieten. Die Nähe zu Bielefeld und Osnabrück macht Spenge zu einem ruhigen Wohnort mit guter Anbindung an größere Städte.