Vacov liegt in Südböhmen auf einer Hochfläche im Vorland des Böhmerwaldes, umgeben von bewaldeten Hügeln wie dem Javorník und dem Na Hradě. Durch das Gebiet fließen die Spůlka und ihr Zufluss Mladíkovský potok, während sich im Osten der Kalený vrch erhebt. Die Gemeinde ist über Staatsstraßen mit Stachy, Čestice, Čkyně und Sušice verbunden.
Die ersten Spuren des Ortes reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als auf einem Hügel eine Kirche entstand. Schriftlich erwähnt wurde Vacov erstmals im 14. Jahrhundert, und im Mittelalter gab es hier eine Feste, die später einer neuen Kirche und einem Pfarrhaus wich. Über Jahrhunderte gehörte der Ort zu verschiedenen Adelsherrschaften, darunter die Kotz von Dobř und die Fürsten zu Schwarzenberg, die das Gut Přečín besaßen. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften wurde Vacov Teil einer größeren Gemeinde, bevor es sich 1913 selbstständig machte.
Heute prägen vor allem die neugotische Kirche des hl. Nikolaus und das benachbarte Schloss Přečín das Bild. Der Javorník lockt mit einem Aussichtsturm und einer Rotunde, während der Královský kámen als markanter Punkt in der Landschaft gilt. Die Gemeinde ist bekannt für ihre Freiwillige Feuerwehr, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde, und bietet mit einer Grundschule und einem Postamt zentrale Einrichtungen für die Bewohner.