Stemwede liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, eingebettet in die flache Norddeutsche Tiefebene und den Naturpark Dümmer. Die Gemeinde erstreckt sich nahe dem nördlichsten Punkt des Bundeslandes und ist von ausgedehnten Geestlandschaften geprägt, die nur durch den Stemweder Berg und wenige Hügel unterbrochen werden. Der namensgebende Dümmersee liegt nur wenige Kilometer entfernt, während Flüsse wie die Große Aue und der Große Dieckfluss das Gebiet durchziehen. Mit seiner geringen Besiedlungsdichte von etwa 81 Einwohnern pro Quadratkilometer gehört Stemwede zu den am dünnsten besiedelten Gemeinden der Region.
Die Wurzeln Stemwedes reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem 10. Jahrhundert, als Levern, Destel und Wehdem erstmals in einer Urkunde des Mindener Bischofs Milo genannt wurden. Die Landschaftsbezeichnung Stemwede tauchte erstmals 1198 auf, während die heutige Gemeinde erst 1973 durch den Zusammenschluss der Ämter Levern und Dielingen-Wehdem entstand. Historisch prägend waren Klöster wie das Zisterzienserinnenkloster in Levern, das 1227 gegründet wurde, sowie die Rolle als Grenzland im Einflussbereich der Bistümer Minden und Osnabrück.
Heute ist Stemwede vor allem durch seine ländliche Idylle und die drei größten Ortsteile Levern, Dielingen und Oppenwehe geprägt. Der bewaldete Stemweder Berg bietet mit seinen höchsten Erhebungen, der Kollwesshöh und dem Scharfen Berg, markante Punkte in der ansonsten ebenen Landschaft. Die Gemeinde ist bekannt für ihre ausgedehnten Moore und die traditionelle Landwirtschaft auf sandigen Geestböden. Kulturell verbindet Stemwede historische Kirchenbauten mit der Nähe zu Natur und Erholungsgebieten wie dem Dümmersee.