Telč liegt in einer hügeligen Landschaft der Křižanov-Hochflächen, umgeben von einem Netz aus Teichen. Der Ort wird vom Bach Telčský potok durchflossen, der in die Moravská Dyje mündet, die teilweise die östliche Grenze bildet. Die höchste Erhebung in der Nähe ist der Hügel Studnická Ostražka mit über 600 Metern Höhe.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Telč im 14. Jahrhundert, doch eine Gründungssage datiert das Ereignis ins Jahr 1099. Im 14. Jahrhundert entstanden eine gotische Burg und Wasserbefestigungen, doch der Hussitenkrieg unterbrach die Entwicklung. Zachariáš von Hradec prägte im 16. Jahrhundert die Stadt, indem er die Burg im Renaissance-Stil umbauen ließ und die Häuser mit Arkaden und Fassadenschmuck versah. Später brachten Jesuiten eine Barockkirche hervor, und wohlhabende Bürger des 18. Jahrhunderts schufen weitere prächtige Bauwerke.
Die Altstadt mit ihren Renaissance- und Barockhäusern zählt zum UNESCO-Welterbe und ist als städtisches Denkmalreservat geschützt. Im Mittelpunkt steht der Schlosspark mit der Renaissanceburg, die heute ein Museum beherbergt. Die Kirchen der Stadt zeigen verschiedene Baustile vom Spätmittelalter bis zum Barock, darunter die mit einem fast 60 Meter hohen Turm. Filme wie „Der Cassandra-Kater“ oder „Woyzeck“ wurden hier gedreht, und Persönlichkeiten wie der Komponist Theodor Schaefer stammen aus Telč.