Terezín liegt in Nordböhmen, etwa 150 Meter über dem Meeresspiegel am Ufer der Eger, die kurz darauf in die Elbe mündet. Die Stadt entstand als österreichische Festung und trägt den Namen der Kaiserin Maria Theresia.
Ursprünglich als militärischer Stützpunkt geplant, wurde der Ort im 18. Jahrhundert unter Kaiser Joseph II. als Festungsanlage erbaut. Zwei Dörfer mussten dafür weichen, doch die Stadt entwickelte sich schnell zu einer symmetrisch angelegten Garnisonsstadt mit geraden Straßen und rechteckigen Blocks. Später diente sie auch als Gefängnis, etwa für politische Gegner oder Teilnehmer des griechischen Freiheitskampfes.
Heute ist Terezín vor allem als Standort des ehemaligen Ghettos Theresienstadt bekannt, das während des Zweiten Weltkriegs als Konzentrationslager genutzt wurde. Das historische Zentrum steht unter Denkmalschutz und erinnert an diese dunkle Vergangenheit. Die Kleine Festung, einst ein Militärgefängnis, ist heute eine Gedenkstätte.