Litoměřice liegt im Norden Tschechiens, wo sich Elbe und Eger vereinen. Der Ort erstreckt sich über zwei Landschaftsräume: den Nordwesten prägt das Böhmische Mittelgebirge, den Südosten die Niederung der Eger nahe dem Elbtal. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet erreicht fast 500 Meter über dem Meer. An den Ufern der Flüsse reihen sich historische Gebäude und moderne Infrastruktur.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Frühzeit zurück. Schon die Kelten hinterließen Spuren, später wurde sie von Germanen und Slawen geprägt. Im Mittelalter entwickelte sich Litoměřice zu einer bedeutenden Königsstadt unter den Přemysliden. Eine Urkunde aus dem 11. Jahrhundert bezeugt ihre Existenz als befestigter Ort. Im 13. Jahrhundert erhielt sie Stadtrechte und erlebte unter Karl IV. eine Blütezeit.
Heute besticht die Stadt durch ihr gut erhaltenes historisches Zentrum, das als städtisches Denkmalreservat geschützt ist. Die Stadtmauer mit ihren Überresten und das ehemalige Schloss zeugen von der mittelalterlichen Vergangenheit. Der große Marktplatz mit gotischen und Renaissancebauten bildet das Herz der Stadt. Hier stehen das Alte Rathaus, ein Juwel der Renaissance, und das „Chalicehaus“ mit seinem markanten Turm. Litoměřice ist zudem Sitz eines katholischen Bistums und bekannt für seinen Weinbau sowie die große Gartenschau „Zahrada Čech“.