Tharandt liegt im sächsischen Erzgebirge, eingebettet zwischen dem Tharandter Wald und dem Fluss Wilde Weißeritz. Die Kleinstadt ist nur wenige Kilometer von Dresden entfernt und grenzt im Norden an Freital, im Osten an Wilsdruff und im Süden an Dippoldiswalde. Der Ort entstand aus dem Zusammenschluss mehrerer Gemeinden, darunter Kurort Hartha und Pohrsdorf, und ist heute Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft.
Erstmals erwähnt wurde Tharandt im frühen 13. Jahrhundert, als ein Vasall namens Boriwo de Tharant als Zeuge in einer Urkunde auftauchte. Die Burg Tharandt, einst eine wichtige Wehranlage, wurde später zum Witwensitz der Herzogin Sidonie. Im 16. Jahrhundert verlor die Burg ihre militärische Bedeutung und wurde abgetragen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Tharandt zu einem Kurort, nachdem zwei Mineralquellen entdeckt wurden. Die romantische Burgruine und die „Heiligen Hallen“ zogen Künstler und Schriftsteller wie Goethe und Schiller an.
Heute ist Tharandt vor allem als forstwissenschaftliches Zentrum bekannt. Die ehemalige Forstakademie, heute Teil der Technischen Universität Dresden, prägt das Bild der Stadt. Die Burgruine und die historischen Kuranlagen erinnern an die bewegte Vergangenheit. Der Tharandter Wald bietet Wanderwege und Erholungsmöglichkeiten, während die Stadt mit ihrem gemütlichen Marktplatz und den traditionellen Handwerksbetrieben einen beschaulichen Charme bewahrt.