Thaya liegt im nördlichen Waldviertel Niederösterreichs und wird von der Deutschen Thaya durchflossen. Die Marktgemeinde erstreckt sich über etwa 43 Quadratkilometer, von denen fast ein Drittel bewaldet ist. Neun Ortschaften gehören zum Gemeindegebiet, darunter Großgerharts und Schirnes mit den frühesten urkundlichen Erwähnungen der Region.
Erstmals wurde Thaya im Jahr 1175 schriftlich festgehalten und entwickelte sich unter den Grafen von Raabs zu einem bedeutenden Ort. Im 13. Jahrhundert erhielt der Markt das Stadtrecht, und der Schweinehandel prägte später die Wirtschaft. Mehrere ehemalige Gemeinden wurden im 20. Jahrhundert eingegliedert, darunter Peigarten und Niederedlitz.
Die Gemeinde beherbergt historische Bauwerke wie die gotische Pfarrkirche mit romanischem Kern und das barocke Schloss Peigarten. Das Museum Thaya zeigt archäologische Funde aus nahegelegenen Wüstungen, während eine einzigartige Gitarrenausstellung und ein Waffenmuseum Besucher anziehen. Ein mittelalterlicher Keller unter einem Gasthaus kann sogar per Boot erkundet werden.