Volary liegt im Böhmerwald, eingebettet in die Volarská kotlina, eine von Hügeln umgebene Ebene. Der Ort wird vom Volarský potok durchflossen, und sechs Kilometer südlich vereinigen sich dort die Warme und Kalte Moldau zur Moldau. Im Norden erheben sich markante Berge wie der Kleine Steinberg und der U Myslivem, während im Süden die Doupná hora und die Křemenná den Horizont prägen. Die Stadt ist über die Staatsstraße I/39 mit Vimperk und Horní Planá verbunden und besitzt Bahnanschlüsse nach Číčenice und Strakonice.
Die Gründung von Volary, damals Wallern, geht vermutlich auf das 14. Jahrhundert zurück, als es als Säumersiedlung entlang des Prachatitzer Steiges entstand. Die ersten Bewohner kamen vermutlich aus dem Hochstift Passau. Urkundlich erstmals 1359 erwähnt, entwickelte sich der Ort im 15. Jahrhundert zum wichtigsten Säumerzentrum am böhmischen Abschnitt des Goldenen Steiges. Nach den Hussitenkriegen wechselte die Herrschaft mehrfach, bis sie schließlich an die Fürsten zu Schwarzenberg überging. Der Niedergang des Salzhandels im 17. und 18. Jahrhundert traf auch Volary schwer, das von Bränden und wirtschaftlichen Einbußen gezeichnet war.
Heute ist Volary bekannt für seine typischen alpinen Häuser, die aus der Blütezeit als Säumerort stammen. Die Stadt bewahrt zudem historische Bauwerke wie die Kirche St. Katharina, die nach einem Brand im 18. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde. Die umliegende Landschaft mit ihren Bergen und Wäldern lädt zu Wanderungen ein, während die Bahnstrecken und Straßen den Ort mit der Region verbinden.