Votice liegt in einer hügeligen Landschaft im Norden der Středočeská pahorkatina, wo der Konopišťský potok durch die Stadt fließt. Im Osten erhebt sich der Červenská hora, im Südosten der Větrov und im Südwesten der Obecník. Die Stadt ist umgeben von Nachbarorten wie Veselka und Mladoušov im Norden, Budenín und Ohrada im Osten sowie Jestřebice und Beztahov im Westen. Die Staatsstraße 3 verläuft am östlichen Stadtrand, während die Eisenbahn von Benešov nach Tábor westlich vorbeiführt und dort einen Bahnhof bedient.
Die erste Erwähnung des Ortes geht auf das 12. Jahrhundert zurück, als er vermutlich von deutschen Siedlern angelegt und Sitz eines Vladiken namens Ota wurde. Urkundlich tauchte Otice erstmals 1359 auf, entwickelte sich im 14. Jahrhundert zu einem Städtchen und erhielt im 16. Jahrhundert seinen heutigen Namen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrfach, darunter Adelsgeschlechter wie die von Sternberg und von Vrtba. Die jüdische Gemeinde prägte das Leben in Votice, bis sie während des Nationalsozialismus vernichtet wurde.
Heute besticht Votice durch historische Bauwerke wie die barocke Pfarrkirche St. Wenzel, die Kapelle des hl. Adalbert und das historische Friedhofstor. Der jüdische Friedhof mit seinen ältesten Grabsteinen aus dem frühen 18. Jahrhundert und die Synagoge, die 1949 abgerissen wurde, erinnern an die vergangene jüdische Kultur. Die Mariensäule auf dem Marktplatz und das Rathaus aus dem späten 17. Jahrhundert verleihen dem Ort sein charakteristisches Gepräge.