Vreden liegt im westlichen Münsterland, wo sich die norddeutsche Tiefebene zum Niederrhein hin neigt. Der Ort wird von der Berkel und dem Ölbach durchflossen, während weitere Bäche wie der Moorbach und der Ausbach das Bild prägen. Die Landschaft gehört zu den Vreden-Gronauer Niederungen, umgeben von der parkartigen Münsterländer Parklandschaft mit Wiesen, Wäldern, Heidelandschaften und Moorgebieten wie dem Zwillbrocker Venn.
Die erste urkundliche Erwähnung Vredens stammt aus dem Jahr 839, als Reliquien dreier Heiliger in die spätere Stiftskirche überführt wurden. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort durch die Gründung eines Damenstifts und erhielt 1252 die Stadtrechte, nachdem der Kölner Erzbischof und der Münsteraner Bischof gemeinsam die Neustadt anlegten. Vreden war Teil der Hanse und wurde mehrfach belagert, etwa während der münsterischen Stiftsfehde. Nach Zerstörungen durch Brände und Kriege, darunter im Zweiten Weltkrieg, wuchs die Stadt im 20. Jahrhundert durch Eingemeindungen und wirtschaftlichen Wandel.
Besonders bekannt ist Vreden für seine Stiftskirche, die auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblickt. Das Zwillbrocker Venn mit seinem einzigartigen Naturreservat und dem „Weißen See“ zieht Besucher an. Die Stadt pflegt eine Partnerschaft mit Elsterwerda in Brandenburg und wird von Persönlichkeiten wie dem langjährigen Bundestagsabgeordneten Johannes Röring geprägt. Die Umgehungsstraße, die seit 2006 den Abschluss der geschlossenen Bebauung bildet, zeigt die moderne Entwicklung des Ortes.