Walchsee liegt im Tiroler Unterland, eingebettet zwischen dem namensgebenden See und den Hängen des Zahmen Kaisers. Die Gemeinde umfasst vier Ortsteile und reicht von den tiefsten Lagen in Durchholzen bis zu den Gipfeln der Vorderen Kesselschneid. Ein besonderes Naturjuwel ist die Schwemm, die größte erhaltene Hochmoorlandschaft Nordtirols.
Der Name verrät römische Spuren: Walchsee geht auf eine Siedlung romanischer Kelten zurück, die später von Bajuwaren besiedelt wurde. Urkundlich erstmals 1151 erwähnt, wechselte der Ort mehrmals die Herrschaft – von Bayern zu Tirol. Einst prägten Einsiedler und eine kleine Schule das Bild, bis der Tourismus das heutige Gesicht formte.
Heute ist Walchsee ein beliebtes Urlaubsziel mit prächtigem See als Wahrzeichen. Die barocke Pfarrkirche mit Fresken und neuromanischem Altar erinnert an die Vergangenheit, während Feste wie der Sommernachtstraum und Sportveranstaltungen Gäste anlocken. Die umliegenden Moore und das Kaisergebirge bieten Natur pur – ein Ort, der Geschichte und Erholung verbindet.