Andechs liegt im oberbayerischen Landkreis Starnberg, eingebettet zwischen dem Ammersee im Westen und dem Starnberger See im Osten. Der Ort erstreckt sich auf einem Höhenrücken, der durch Gletscherablagerungen entstanden ist und von Endmoränen geprägt wird. Zu den fünf Gemeindeteilen zählen das Kloster Andechs, die Pfarrdörfer Erling, Frieding und Machtlfing sowie die Anstalt Rothenfeld. Durch Erling fließt der Kienbach, und im Gemeindegebiet verteilen sich mehrere Weiher und Fischteiche. Die Höhenunterschiede reichen von 542 Metern am Ammersee bis zu 730 Metern im Kerschlacher Forst.
Die Geschichte Andechs reicht bis in die Ur- und Frühgeschichte zurück, wobei Funde auf eine mögliche römische Militärstation hindeuten. Der Name taucht um 1050 erstmals als Andehsa auf und leitet sich von einem römischen Flächenmaß ab. Im Mittelalter war die Burg Andechs Sitz der Grafen von Andechs, die bis zu ihrem Aussterben 1248 eine bedeutende Rolle spielten. Nach der Wiederentdeckung eines Reliquienschatzes 1388 entwickelte sich Andechs zu einem Wallfahrtsort. Das Kloster wurde 1455 gegründet, nach der Säkularisation 1803 neu belebt und 1850 als Teil der Abtei St. Bonifaz wiederhergestellt.
Andechs ist vor allem durch sein Benediktinerkloster und die gleichnamige Klosterbrauerei bekannt. Die spätgotische Klosterkirche wurde im Rokoko-Stil umgestaltet und beherbergt das Grab von Carl Orff. Jährlich finden hier die Carl Orff-Festspiele statt, die sich der Pflege seiner Werke widmen. Ein besonderes Ereignis ist der Christkindlmarkt am zweiten Adventswochenende mit lebendiger Krippe. Die Umgebung ist durch den landeskulturellen Wanderweg erschlossen, der die Entstehung der Landschaft erklärt. Zudem ist Andechs für seine Milchprodukte und die größte deutsche Bio-Molkerei bekannt.