Pähl liegt im oberbayerischen Voralpenland, eingebettet zwischen Ammersee und den ersten Ausläufern der Alpen. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile, darunter den namensgebenden Hauptort und Fischen am Ammersee. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, ausgedehnten Wiesen und dem nahen See, der auch Teil des Natur- und Vogelschutzgebiets am Südufer ist.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Mittelalter unter dem Namen Pouile oder Poule, was auf ein „Rindergehege“ hindeutet. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Pähl zu einem bedeutenden Herrschaftssitz mit mehreren Schlössern, von denen heute noch das Hochschloss und das Untere Schloss erhalten sind. Die Gemeinde gehörte einst zum Einflussbereich des Klosters Andechs und später zum Kurfürstentum Bayern. Ein besonderes Kapitel der jüngeren Geschichte ist das Warnamt X, das während des Kalten Krieges als völkerrechtlich geschützte Zivilschutzbehörde diente.
Besonders sehenswert ist das Hochschloss Pähl, das hoch über dem Ort thront und im 19. Jahrhundert neu erbaut wurde. Auch das Untere Schloss in der Ortsmitte sowie die barocke Pfarrkirche St. Laurentius, deren Wurzeln bis ins 12. Jahrhundert reichen, prägen das Bild. Naturfreunde schätzen die Pähler Schlucht, ein unter Naturschutz stehendes Geotop, und den Aussichtspunkt Hirschberg mit seinem Panoramablick. Kulturell bereichert wird das Gemeindeleben durch den alljährlichen Leonhardiritt im November. Sportlich ist Pähl vor allem durch den TSV Pähl bekannt, in dessen Jugend einst Fußballweltmeister Thomas Müller spielte.