Raisting liegt in Oberbayern, eingebettet zwischen dem Ammersee und dem Starnberger See, etwa fünf Kilometer südlich des ersteren. Der Ort wird vom Fluss Rott durchzogen, der zum Ammersee hin entwässert. Fünf kleinere Gemeindeteile wie Stillern und Sölb gehören zur Gemeinde, die sich aus fünf Gemarkungen zusammensetzt.
Erstmals erwähnt wurde Raisting bereits im Jahr. Lange Zeit stand der Ort unter dem Einfluss des Klosters Dießen, das hier eine Hofmark besaß. Nach der Säkularisation 1803 endete diese Verbindung, und Raisting wurde im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen zur eigenständigen Gemeinde. Stillern kam erst 1978 hinzu, nachdem die Gebietsreform die umliegende Gemeinde auflöste.
Überregional bekannt ist Raisting vor allem durch seine Erdfunkstelle, deren großer Antennenspiegel mit einem Durchmesser von 25 Metern einst für die Satellitenkommunikation genutzt wurde. Das Otto-Hellmeier-Kulturhaus bewahrt das künstlerische Erbe des Malers und dient als Veranstaltungsort. Bahnreisende kennen den Haltepunkt an der Ammerseebahn, die München mit Weilheim verbindet. Persönlichkeiten wie der Jesuit Franz Schilcher oder die Rokoko-Bildhauer Johann Peter Schaidthauf und Thomas Schaidhauf stammen aus Raisting.