Attendorn liegt im südlichen Sauerland, eingebettet in den Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Der Biggesee, ein Stausee der Bigge, prägt das Stadtbild und wird vom Fluss durchflossen, der die Stadt durchzieht. Nördlich erhebt sich der Dünnekenberg, während die Rüenhardt mit über 600 Metern den höchsten Punkt des Stadtgebiets bildet. Die Landschaft ist von Wäldern geprägt, die etwa die Hälfte der Fläche einnehmen.
Die erste urkundliche Erwähnung Attendorns stammt aus dem Jahr 1072, als Erzbischof Anno von Köln das Kloster Grafschaft gründete und dabei Rechte an einem Hof in Attendorn erhielt. 1222 erhielt die Stadt Stadtrechte und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum im Herzogtum Westfalen. Ihre wirtschaftliche Stärke verdankte sie vor allem der Textilproduktion, insbesondere der Woll- und Leineweberei, sowie ihrer Rolle als Grenzfestung des Erzbistums Köln.
Heute ist Attendorn vor allem durch die Atta-Höhle und den Biggesee bekannt. Die Stadt führt den Zusatz Hansestadt und ist ein Mittelzentrum mit industriell geprägter Wirtschaft, in der das metallverarbeitende Gewerbe dominiert. Die malerische Umgebung mit ihren Höhlen und Seen zieht Besucher an, während die historische Altstadt mit der St.-Johannes-Kirche und den Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer an die reiche Vergangenheit erinnert.