Beckum liegt im Münsterland in Nordrhein-Westfalen und ist von einem sanften Höhenzug umgeben, den es auch prägt. Die Stadt dehnt sich etwa zwölf Kilometer in beide Richtungen aus und liegt zwischen 84 und 164 Metern über dem Meeresspiegel. Im Norden grenzt sie an Ennigerloh, im Osten an Oelde und Wadersloh, im Süden an Lippetal und Ahlen, wobei die Grenze dort zugleich in den Kreis Soest übergeht.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, darunter ein Galeriegrab bei Dalmer. Im frühen Mittelalter hinterließen Germanenstämme ihre Spuren durch Grabfunde und eine Wallanlage. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Beckum im 12. Jahrhundert als „Bikeheim“, später als befestigte Stadt mit Mauern, Wällen und Stadttoren. Durch seine Lage an wichtigen Handelswegen blühte Beckum im Mittelalter auf und trat der Hanse bei. Kriege, Brände und Seuchen setzten der Stadt im 17. und 18. Jahrhundert zu, bis die Industrialisierung mit Zementwerken und später Strontianitabbau neuen Aufschwung brachte.
Heute prägen die Überreste der mittelalterlichen Befestigung wie die Soestwarte das Stadtbild. Die drei Bäche im Wappen erinnern an den Zusammenfluss zur Werse. Die Zementindustrie prägt bis heute die Wirtschaft, während die Städtepartnerschaften mit Heringsdorf, La Celle Saint-Cloud und Grodków die internationale Ausrichtung unterstreichen. Die Stadt bewahrt zudem Spuren ihrer jüdischen Geschichte und bietet mit dem Heimat- und Familienarchiv Einblicke in die Vergangenheit.