Welver liegt im flachen Münsterland, eingebettet zwischen den Nachbarorten Soest, Werl und der Stadt Hamm. Die Gemeinde gehört zum Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen und erstreckt sich über eine weite, landwirtschaftlich geprägte Landschaft.
Die erste schriftliche Erwähnung des Namens stammt aus einer Urkunde von 1179, in der ein Edelherr Wikbold von Welver als Zeuge auftritt. Doch schon lange vorher gab es hier Spuren menschlicher Besiedlung, wie frühgeschichtliche Funde belegen. Im Mittelalter prägten die Herren von Welver mit ihrer Burg und der Kirche das Geschehen. Später übernahmen die Soester Vögte die Herrschaft und gründeten 1240 ein Zisterzienserinnen-Kloster, das die Entwicklung des Ortes nachhaltig veränderte.
Heute ist Welver vor allem durch seine historische Kirche mit dem Doppel-Patrozinium der Heiligen Albanus und Cyriakus bekannt. Die einstige Klosterkirche und die umliegenden Gräften erinnern an die mittelalterliche Vergangenheit. Jährlich zieht die große Pfingstprozession zahlreiche Wallfahrer aus der Region an, eine Tradition, die bis ins frühe Mittelalter zurückreicht.