Bernhardswald liegt im Falkensteiner Vorwald, einer hügeligen Landschaft nordöstlich von Regensburg in der Oberpfalz. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Regensburg und wird von Wäldern und Granitfelsen geprägt, darunter der „Hohe Stein“ mit seinen 577 Metern als höchste Erhebung. Zahlreiche Ortsteile wie Kürn, Pettenreuth oder Hackenberg verteilen sich über das Gemeindegebiet und verleihen dem Ort einen ländlichen Charakter.
Die erste urkundliche Erwähnung Bernhardswalds stammt aus dem Jahr 1362, doch einige Gemeindeteile wie Wolfersdorf oder Hauzendorf sind deutlich älter. Im Mittelalter wechselten Burgen und Herrschaften mehrfach die Besitzer, etwa die Burg Kürn, die nach den Paulsdorfern an die von Stingelheim und schließlich an die Grafen von Walderdorff ging. Eine bedeutende Schlacht des Landshuter Erbfolgekriegs fand 1504 nahe Bernhardswald statt. Im 19. Jahrhundert entstanden durch Verwaltungsreformen die heutigen Gemeinden, und die Patrimonialgerichte wurden nach der Revolution 1848 abgeschafft.
Heute prägen historische Bauwerke wie das klassizistische Schloss Kürn oder die Pfarrkirche St. Bernhard das Ortsbild. Die Gemeinde entwickelte sich von einer landwirtschaftlich geprägten Siedlung zu einer modernen Wohngemeinde mit guter Infrastruktur. Vereine wie die Jugendblaskapelle und Sportclubs bereichern das kulturelle Leben, während Wanderwege und Langlaufloipen die Natur erlebbar machen. Bernhardswald ist zudem Teil der Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald, die Tourismus und regionale Entwicklung fördert.