Blankenheim liegt im Westen des Ahrgebirges, am Rand der Eifel, etwa 27 Kilometer südwestlich von Euskirchen. Die Gemeinde erstreckt sich über mehrere Ortschaften und ist als staatlich anerkannter Erholungsort bekannt. Im namensgebenden Hauptort entspringt die Ahr in einem historischen Fachwerkhaus aus dem Jahr 1726, das heute ein Museum beherbergt. Das Eifelmuseum und der historische Ortskern mit seinen Sehenswürdigkeiten prägen das Bild. Die Landschaft ist von sanften Hügeln und dichtem Wald geprägt, während die Ahrquelle als markantes Naturdenkmal gilt.
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 721 in einer Schenkungsurkunde für die Abtei Prüm, wo der Ort als „blancium“ erscheint. Später entwickelte sich Blankenheim zu einer Grafschaft, deren Geschicke mit Adelsfamilien wie den von Blankenheim, Loen und Manderscheid verbunden waren. Nach Erbfolgen und politischen Umbrüchen fiel der Ort 1815 an Preußen. Im 17. Jahrhundert war Blankenheim Schauplatz von Hexenverfolgungen, bei denen zahlreiche Menschen ihr Leben verloren. Die Region blieb über Jahrhunderte katholisch geprägt, bis nach dem Zweiten Weltkrieg auch evangelische und später freikirchliche Gemeinden entstanden.
Besonders sehenswert ist die mittelalterliche Burg Blankenheim, die heute als Jugendherberge dient und deren heutige Gestalt auf die Grafen von Manderscheid zurückgeht. Das Eifelmuseum dokumentiert die Natur- und Kulturgeschichte der Region, während das Karnevalsmuseum die lokale Festkultur würdigt. Die Burg wird von einem Tiergarten umgeben, der einst der Wasserversorgung diente. Blankenheim pflegt eine Partnerschaft mit der belgischen Gemeinde Zaventem und ist für seinen traditionellen Karneval bekannt, der im Georgstor-Museum thematisiert wird.