Kall liegt im Norden der Eifel, eingebettet zwischen ausgedehnten Wäldern und dem Buntsandsteinmassiv der „Kaller Felsen“. Der Ort wird vom Kallbach durchflossen, der in die Urft mündet, und liegt auf Höhen zwischen 379 und 538 Metern. Die Gemeinde grenzt an die Städte Schleiden und Mechernich sowie an die Gemeinden Hellenthal und Nettersheim und ist die einzige im Kreis Euskirchen ohne Grenze zu einem anderen Kreis.
Erstmals erwähnt wird Kall im Zusammenhang mit kirchlichen Strukturen, doch prägend wurde die Metallverarbeitung, besonders der Abbau und die Verhüttung von Eisenerz und Bleierz. Im 20. Jahrhundert wuchs der Ort durch Eingemeindungen von sieben umliegenden Dörfern, während gleichzeitig Gebiete an benachbarte Gemeinden abgegeben wurden. Ein schweres Hochwasser im Sommer 2021 verursachte erhebliche Schäden und forderte drei Menschenleben.
Kall ist heute bekannt für seine landschaftliche Schönheit und touristische Anziehungspunkte wie den Montanhistorischen Wanderweg, der auf die bergbauliche Vergangenheit hinweist. Das Kloster Steinfeld und der Regierungsbunker im Gillesbachtal, ein ehemaliger Atombunker der Landesregierung, zählen zu den besonderen Sehenswürdigkeiten. Wanderwege wie der Eifelsteig und Radrouten wie die Eifel-Höhen-Route führen durch das Gebiet, während der Ort als Schulstandort im Kreis Euskirchen gilt.