Nettersheim liegt im Südwesten von Nordrhein-Westfalen, eingebettet im Deutsch-Belgischen Naturpark Nordeifel. Die Gemeinde wird von Flüssen wie der Urft und der Erft durchzogen, wobei die Erft im Ortsteil Holzmülheim entspringt. Die Landschaft ist geprägt von Tälern und den Gesteinsschichten der Sötenicher und Blankenheimer Kalkmulde. Nachbarorte sind unter anderem Kall und Mechernich.
Die Gemeinde entstand 1969 durch den Zusammenschluss mehrerer kleinerer Orte wie Bouderath, Buir und Marmagen. Nettersheim blickt jedoch auf eine viel ältere Geschichte zurück: Schon in der Steinzeit nutzten Menschen das Gebiet, wie Funde von Feuerstein-Artefakten belegen. Später hinterließen Römer ihre Spuren, darunter eine Quellfassung am Grünen Pütz und eine Villa rustica bei Roderath.
Heute ist Nettersheim für seine archäologischen Schätze bekannt, darunter der Archäologische Park mit rekonstruierten römischen Anlagen. Das Naturzentrum und das Holzkompetenzzentrum zeigen die Verbindung von Natur und Geschichte. Die Gemeinde wurde sogar als Bundeshauptstadt des Naturschutzes ausgezeichnet.