Schlangen liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, eingebettet zwischen Senne und Teutoburger Wald. Die Gemeinde gehört zum Kreis Lippe und erstreckt sich vom Südhang des Teutoburger Waldes bis in die flacheren Gebiete der Hellwegbörde. Weite Teile des Gebiets sind von Heide- und Sandlandschaften geprägt, während der Truppenübungsplatz Senne große Flächen einnimmt. Die Landschaft wird von Bächen wie der Strothe, dem Haustenbach und dem Schlänger Bach durchzogen, die alle über die Lippe dem Rhein zufließen. Der höchste Punkt ist der Hohlestein mit über 400 Metern, der niedrigste liegt auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, doch urkundlich erwähnt wird Schlangen erstmals im Zusammenhang mit dem Bischof Meinwerk von Paderborn. Im Mittelalter war die Gegend umkämpft, da sie an der Grenze zwischen der Grafschaft Lippe und dem Hochstift Paderborn lag. Die Bauern mussten Abgaben an verschiedene geistliche und weltliche Herren leisten. Ein bedeutender Moment war der Vertrag von Schlangen im Jahr 1558, der die Belehnung Graf Bernhards VIII. mit der Grafschaft Pyrmont-Spiegelberg regelte.
Heute besteht Schlangen aus den Ortsteilen Schlangen, Kohlstädt und Oesterholz-Haustenbeck. Bekannt ist die Gemeinde für die Fürstenallee, eine vierreihige Allee mit jahrhundertealtem Baumbestand, die Schlangen mit Detmold verbindet. Die Landschaft bietet mit ihren Heideflächen und Wäldern ein abwechslungsreiches Bild. Die Bodennutzung reicht von Ackerland bis zu forstwirtschaftlich genutzten Flächen, wobei die Geologie mit ihren Kalkstein- und Sandvorkommen eine besondere Rolle spielt.