Paderborn liegt im Osten Nordrhein-Westfalens, wo sich die flache Westfälische Tieflandsbucht nach Süden und Osten zur Paderborner Hochfläche hin anhebt. Im Osten begrenzt das Eggegebirge den Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Die Stadt entstand im Quellgebiet der Pader, die aus über 200 Karstquellen gespeist wird und mit nur vier Kilometern Länge als kürzester Fluss Deutschlands gilt. Sie mündet im Stadtteil Schloß Neuhaus in die Lippe, die dort auch die Alme aufnimmt. Zahlreiche stehende Gewässer und Seen prägen das Stadtbild. Die Höhenunterschiede reichen von 94 Metern in Sande bis 347 Metern in Neuenbeken.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Paderborn im Jahr 777, als Karl der Große hier einen Reichstag und eine Missionssynode abhielt. Seit dem neunten Jahrhundert ist die Stadt Bischofssitz, der 1930 zum Erzbistum erhoben wurde. Im Jahr 1614 entstand hier die erste westfälische Universität, die später zur Theologischen Fakultät umgewandelt wurde. Eine neue Universität folgte 1972, gleichzeitig wurde die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen gegründet. Durch die Gebietsreform 1974 wuchs Paderborn zur Großstadt heran.
Prägend für das Stadtbild ist der Dom, der unweit der Paderquellen steht und an die frühere Bedeutung als geistliches Zentrum erinnert. Die Stadt ist bekannt für ihre zahlreichen Seen und Teiche, die als Ausflugsziele dienen. Der Westfälische Hellweg, eine mittelalterliche Handelsroute, führt durch Paderborn und wird heute von der B1 genutzt. Die Umgebung mit dem Eggegebirge und der Paderborner Hochfläche bietet Wander- und Erholungsmöglichkeiten.