Čestice liegt im Vorland des Böhmerwaldes auf einem Höhenzug zwischen den Bächen Peklov und Čestický potok. Nördlich und südlich erheben sich bewaldete Hügel wie die Blejště und der Mlaď, während im Westen der Kalvárie mit seiner Wallfahrtskapelle aufragt. Die Staatsstraße II/170 verbindet den Ort mit Němětice und Vacov.
Erstmals 1243 als Besitz der Vladiken Přech von Čestice erwähnt, wechselte der Ort im Laufe der Jahrhunderte mehrfach die Besitzer. Nach dem Aussterben der ursprünglichen Adelsfamilie übernahmen die Ritter von Malowetz die Güter, bis sie nach der Schlacht am Weißen Berg konfisziert und an Jakob Graf Kießel verkauft wurden. Im 19. Jahrhundert prägten Adelige wie Karl Graf von Rey und Johann Heinrich von Geymüller die Entwicklung, bevor Čestice 1908 den Status einer Marktgemeinde erhielt.
Heute beeindruckt der Ort mit dem frühbarocken Schloss, das heute als Gemeindeamt und Museum dient, sowie der romanischen Pfarrkirche zur Enthauptung des hl. Johannes des Täufers. Der Kalvárie mit seiner Hauptkapelle und dem historischen Kreuzweg ist ein bedeutendes Wallfahrtsziel. Die barocke Statue des hl. Johannes von Nepomuk und der Renaissancebrunnen vor dem Schloss ergänzen das kulturelle Bild.