Chamerau liegt versteckt im Oberen Bayerischen Wald, nur wenige Kilometer östlich der Kreisstadt Cham. Eingebettet in den Naturpark Oberpfälzer Wald grenzt es an Orte wie Weiding und Blaibach, während die Stadt Cham selbst nicht weit entfernt ist. Die Gemeinde umfasst mehrere Gemarkungen, darunter Haderstadl, von dem nur ein Teil zu Chamerau gehört.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als ein Adelsgeschlecht namens Chamerauer hier seinen Sitz hatte. Urkundlich erstmals 1180 erwähnt, verlor die Familie später an Bedeutung und verlegte ihren Wohnsitz auf die Burg Haidstein. Nach dem Verkauf der verfallenen Burg an einen Schreiner im frühen 19. Jahrhundert blieb nur noch eine Ruine mit Spuren aus vergangener Zeit. Die heutige Gemeinde entstand 1818 durch das bayerische Gemeindeedikt und wuchs später durch Eingemeindungen wie Lederdorn.
Heute prägen die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit ihren historischen Mauern und barocken Fresken das Ortsbild. Ein besonderes Naturdenkmal ist der „Steinerne Ritter“, ein geschliffener Felsen am Regen, der eine alte Sage erzählt. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit Mórahalom in Ungarn und liegt verkehrsgünstig an der Bundesstraße 85 sowie an der Bahnstrecke Cham–Bad Kötzting.