Hürtgenwald liegt im Nordwesten des Kreises Düren, eingebettet in die Rureifel und den Naturpark Nordeifel. Der höchste Punkt des Gemeindegebiets erreicht am Forsthaus Jägerhaus auf dem Höhenrücken Langschoß fast 570 Meter, während die tiefsten Lagen zwischen Gey und Birgel auf etwa 170 Meter absinken. Die Gemeinde grenzt im Nordosten an Düren und im Südwesten an Simmerath, während Stolberg im Westen benachbart ist.
Der Name der Gemeinde geht auf den Hürtgenwald zurück, der bis zum Zweiten Weltkrieg lediglich als staatliches Forstamt bekannt war. Die US-amerikanische Bezeichnung „Huertgen Forest“ prägte später die Gebietsreform, die 1969 zur Gründung der heutigen Gemeinde führte. Zuvor bestand das Amt Straß-Bergstein aus mehreren kleineren Gemeinden, die zu einer neuen Einheit zusammengefasst wurden. Vossenack kam 1972 hinzu und bildet heute einen der bekanntesten Ortsteile.
Besonders geprägt ist Hürtgenwald durch die Spuren der Schlacht im Hürtgenwald, die von Oktober 1944 bis Februar 1945 hier tobte und Zehntausende Opfer forderte. Zahlreiche Gedenkstätten wie die Kriegsgräberstätte Vossenack oder der Krawutschketurm auf dem Burgberg erinnern an diese Zeit. Jährlich findet der Internationale Hürtgenwaldmarsch statt, der an die Ereignisse erinnert. Die Landschaft mit ihren dichten Wäldern und der Burgruine Berenstein macht den Ort zu einem Ort der Stille und des Gedenkens.