Eisgarn liegt im nördlichen Waldviertel, etwa sechs Kilometer nördlich von Heidenreichstein. Rund zwei Fünftel der Gemeindefläche sind von Wald bedeckt, der Rest wird landwirtschaftlich genutzt. Die Marktgemeinde umfasst vier Ortsteile: neben dem Hauptort Eisgarn selbst sind dies Groß-Radischen mit den Weilern Guggus und Teilhof, Klein-Radischen und Wielings.
Der Name des Ortes geht auf eine alte slawische Bezeichnung für eine „ausgebrannte Stelle“ zurück und wurde erstmals im Jahr 1294 urkundlich festgehalten. Im frühen 14. Jahrhundert gründete Johann von Klingenberg hier ein Kollegialstift, das 1344 vom Herzog bestätigt wurde. Die Schule im Stift zählt zu den ältesten Volksschulen der Region und besteht bis heute. Im 17. Jahrhundert erlebte der Ort eine Erweiterung durch ein neues Vorderdorf, und 1930 erhielt Eisgarn das Marktrecht.
Besonders sehenswert ist die Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt mit ihrem barocken Turm, die auf eine romanische Vorgängerkirche zurückgeht. Der Propsteihof stammt aus dem 14. Jahrhundert, und der Kolomanistein ist ein weiteres markantes Bauwerk. Wirtschaftlich prägend sind vor allem die Land- und Forstwirtschaft sowie das Raiffeisen Lagerhaus als größter Arbeitgeber. Die Gemeinde ist zudem für ihre Partnerschaft mit Groß-Schweinbarth bekannt und diente als Drehort für Fernsehserien.