Nová Bystřice liegt im Süden Tschechiens nahe der österreichischen Grenze, eingebettet in eine hügelige Landschaft mit dem Bystřický potok, der in die Dračice mündet. Die Stadt wird von Wäldern und dem Naturpark Česká Kanada umgeben, während im Norden Dobrá Voda und im Osten Klášter liegen. Südlich führt ein Grenzübergang nach Österreich.
Die Besiedlung begann durch bairische Siedler, die im 12. Jahrhundert den „Nordwald“ kolonisierten. Die Johanniter errichteten hier im 12. Jahrhundert eine Mönchszelle, aus der sich die erste Pfarrkirche entwickelte. Später wechselten die Herrscher häufig, darunter die Rosenberger, die Plain-Hardegger und die Landsteiner, die die Stadt 1341 zur Stadt erhoben. Im 15. Jahrhundert zerstörten die Hussiten die Stadt, doch sie wurde wiederaufgebaut und hieß fortan Neufistritz oder Neubistritz.
Heute prägen historische Bauwerke wie das Schloss und die Pfarrkirche das Stadtbild. Die Umgebung mit dem Naturpark Česká Kanada lockt mit unberührter Natur. Wirtschaftlich war die Stadt einst durch Textilfabriken und eine Brauerei geprägt, doch heute steht der Tourismus im Vordergrund. Die wechselvolle Geschichte spiegelt sich in der gemischten Bevölkerung wider, die nach 1945 durch Vertreibungen und spätere Neubesiedlungen geprägt wurde.