Fohnsdorf liegt im österreichischen Bundesland Steiermark, etwa fünf Kilometer nördlich der Bezirkshauptstadt Judenburg. Die Gemeinde erstreckt sich vom fruchtbaren Aichfeld bis zum Gaaler Höhenzug und umfasst mehrere Täler wie den Fohnsdorfer Graben und den Allerheiligengraben. Mit dem Hölzelkogel und der Rattenberger Höhe prägen markante Berge das Landschaftsbild, während Bäche wie der Dietersdorferbach und der Fohnsdorferbach in den Pölsfluss münden.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1114 unter dem Namen „Fanestorf“. Im 19. Jahrhundert wurde Fohnsdorf durch den Braunkohlebergbau geprägt, wobei der Wodzicki-Schacht zu den tiefsten der Welt zählte. Nach der Schließung des Bergwerks 1978 erlebte die Gemeinde einen wirtschaftlichen Wandel. Historisch bedeutsam ist auch die Abtrennung der Katastralgemeinden Zeltweg und Farrach im Jahr 1874, die als eigenständige Gemeinde Zeltweg weiterbestand.
Heute ist Fohnsdorf durch seine bergbauliche Vergangenheit und die markante Halde geprägt, die durch Selbstentzündung über 1200 Grad heiß brennt. Die Gemeinde besteht aus sieben Katastralgemeinden und ist von Nachbarorten wie Gaal und Spielberg umgeben. Wirtschaftlich spielt neben Handel und Dienstleistungen auch der nahegelegene Fliegerhorst Hinterstoisser eine Rolle.