Waischenfeld liegt in Oberfranken, eingebettet im oberen Wiesenttal der Fränkischen Schweiz. Die Stadt ist als Luftkurort bekannt und wird von einer Burg überragt, die auf einem Felsplateau thront. Nachbarorte wie Gößweinstein und Wiesenttal umgeben das Tal, während Plankenfels und Mistelgau die nördlichen Grenzen bilden. Die Gemarkung umfasst mehrere Gemeindeteile, darunter Hammermühle und Gutenbiegen, die sich über die Landschaft verteilen.
Erstmals erwähnt wurde die Burg im Jahr 1122, als Wirint von Wischenvelt seinen Besitz an den Klerus übertrug. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach, darunter an die Schlüsselberger und später an das Bistum Bamberg. Waischenfeld erhielt 1315 Stadtrechte und wurde zu einem wichtigen Grenzstützpunkt. Kriege und Brände prägten die Geschichte, etwa im Bauernkrieg oder während des Markgrafenkriegs, als die Stadt niedergebrannt wurde. Später durchzogen preußische und französische Truppen das Tal, bis Waischenfeld 1802 bayerisch wurde.
Die Burg mit ihrem markanten Turm, dem „Steinernen Beutel“, ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Anna-Kapelle und die Stadtpfarrkirche mit ihrem barocken Chor zeugen von der historischen Bedeutung. Ein besonderer Ort ist die Pulvermühle, wo 1967 das letzte Treffen der Gruppe 47 stattfand. Ein Literaturweg erinnert heute an dieses Ereignis. Die umliegende Fränkische Schweiz lädt mit ihrer Landschaft zum Wandern ein.