Imst liegt im österreichischen Bundesland Tirol am Oberinntal, wo der Inn die südliche Gemeindegrenze bildet. Auf 828 Metern Höhe erhebt sich der Muttekopf als markanter Hausberg, während sich die Stadt zwischen den Lechtaler Alpen und dem Inntal ausbreitet. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Hoch-Imst und Weinberg, die sich über das Tal verteilen.
Erste Spuren einer Besiedlung stammen aus der Bronzezeit, doch als römischer Verkehrsknoten an der Via Claudia Augusta gewann der Ort an Bedeutung. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Imst im Jahr als Teil einer Klostergabe, wobei der Name auf feuchte Geländeverhältnisse hindeutet. Im Mittelalter erhielt die Siedlung Marktrecht und entwickelte sich dank des Handels zu einem wirtschaftlichen Zentrum. Nach einer Brandkatastrophe und späteren Stadtrechtsverleihung prägte die Stadt auch die jüngere Geschichte, etwa durch die Gründung des ersten SOS-Kinderdorfs der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Altstadt besticht durch historische Bürgerhäuser aus Gotik und Barock, während die Pfarrkirche als spätgotische Hallenkirche mit späterer barocker Umgestaltung beeindruckt. Über 35 Brunnen, darunter prächtige Heiligenbrunnen, verleihen der Stadt den Beinamen „Brunnenstadt“. Das Schemenlaufen, eine traditionelle Fasnacht, zählt zum UNESCO-Kulturerbe und wird durch das Haus der Fasnacht dokumentiert. In der Umgebung lädt die Rosengartenschlucht mit ihrer Blauen Grotte und artenreicher Natur zum Wandern ein, während Klettersteige und die Via Claudia Augusta sportliche und kulturelle Aktivitäten bieten.