Wenns liegt im Pitztal, eingebettet in einen sonnigen Talkessel am Westhang des Tales. Die Gemeinde erstreckt sich bis zum Venet und Pillersattel und ist durch die Pillerhöhe mit Fließ verbunden. Als zweitgrößte Siedlung im Tal bildet sie ein wichtiges Zentrum für Infrastruktur und Siedlungsentwicklung.
Erstmals erwähnt wird Wenns im 12. Jahrhundert unter dem Namen „Wennes“ in Urkunden des Klosters Schäftlarn. Später gehörte der Ort zum Einflussbereich des Klosters Marienberg, das hier Abgaben bezog. Im Mittelalter verfügte Wenns über eine eigene Dorfvogtei mit niederer Gerichtsbarkeit, die erst 1560 eingeschränkt wurde. Zeugnis dieser Zeit ist das bemalte Platzhaus, das einst dem Dorfvogt gehörte und heute als größte Monumentalbemalung Tirols gilt.
Die Gemeinde prägt ein lebendiges Brauchtum, darunter die Wenner Fasnacht und das Eisbärenfest. Besonders bekannt ist das Stamserhaus, das als ältestes Bauernhaus Tirols gilt und einen historischen Krippenverein beherbergt. Persönlichkeiten wie der Topograf Georg Matthäus Vischer oder der Bildhauer Alois Plattner stammen aus Wenns. Wirtschaftlich lebt der Ort vor allem vom Tourismus, unterstützt durch Initiativen wie den Verein „I Love Wenns“.