Karres liegt im Oberinntal Tirols, eingebettet zwischen dem Tschirgant und dem Inn, der hier eine Schlucht bildet. Das Haufendorf thront auf einer Anhöhe über dem Fluss und umfasst etwa sieben Quadratkilometer, von denen Wälder und Wiesen den Großteil ausmachen. Die Gemeinde zählt rund Einwohner.
Schon in der Bronzezeit war das Gebiet besiedelt, wie Funde belegen, doch erstmals urkundlich erwähnt wird Karres um 1099 als „Cherres“. Der Name deutet auf felsigen Untergrund hin. Im Mittelalter gehörte der Ort zu Bayern und später zum Gericht St. Petersberg, bevor er unter verschiedene Verwaltungen wechselte. Einst prägte Bergbau am Tschirgant das Leben, doch dieser wurde im 19. Jahrhundert aufgegeben.
Heute prägen die Pfarrkirche St. Stephanus und die Michaelskapelle das Ortsbild. Wanderwege wie die Karrer Alm und der Jakobsweg führen hinauf zum Tschirgant. Die Gemeinde lebt von Landwirtschaft und sanftem Tourismus, der jährlich etwa Übernachtungen bringt. Ihr Wappen erinnert an den Berg und die Bergbauvergangenheit.