Tarrenz liegt im äußeren Gurgltal nordöstlich von Imst und besteht aus einem dicht bebauten Ortskern sowie mehreren Weilern und Höfen. Obtarrenz befindet sich auf den Hängen des Sinnesjoch, während das Gemeindegebiet Schutzgebiete wie das Natura 2000-Gebiet Sinnesbrunn umfasst. Die Landschaft wird von den umliegenden Bergen geprägt, und die Gemeinde ist Teil des Bezirks Imst in Tirol.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Tarrenz 1265 als Torrens, was auf den lateinischen Begriff für Sturzbach zurückgeht. Die Entwicklung des Ortes war eng mit dem Rittergeschlecht der Starkenberger verbunden, die hier Burgen wie Altstarkenberg und Neustarkenberg errichteten. Im 19. Jahrhundert wurde Tarrenz eine eigenständige politische Gemeinde, nachdem es zuvor zu Imst gehört hatte. Der Bergbau im Gurgltal brachte einst bescheidenen Wohlstand, doch die Blütezeit endete mit dem Rückgang der Bleierzförderung.
Tarrenz ist bekannt für seine traditionelle Fasnacht, die alle vier Jahre als Hexendorf-Fasnacht gefeiert wird. Das Freilichtmuseum Knappenwelt Gurgltal erinnert an die Bergbauvergangenheit des Tals. Die Pfarrkirche St. Ulrich und die Wallfahrtskapelle Sinnesbrunn sind bedeutende Bauwerke. Persönlichkeiten wie der Maler Johann Michael Greiter oder die Mundartdichterin Hermine Gamper stammen aus Tarrenz. Die Via Claudia Augusta, eine historische Römerstraße, verläuft durch das Gemeindegebiet.