Krefeld liegt in der Niederrheinischen Tiefebene, etwa sieben Kilometer vom Rhein entfernt, dessen Uferlinie auf Krefelder Gebiet 6,2 Kilometer beträgt. Die Stadtmitte liegt auf 39 Metern Höhe, während der Hülser Berg als höchste natürliche Erhebung 63 Meter erreicht. Künstliche Hügel wie der Inrather Berg oder der Kapuzinerberg entstanden durch Trümmer und Deponien.
Erstmals erwähnt wurde Krefeld 1105, doch bereits die Römer hinterließen Spuren, darunter das Kastell Gelduba im heutigen Stadtteil Gellep. 1373 erhielt die Stadt Stadtrechte und wurde später unter den Oraniern zum Zufluchtsort für Glaubensflüchtlinge. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Krefeld dank der Seidenindustrie zu einer der reichsten Städte Preußens, geprägt von der Familie von der Leyen.
Heute prägen historische Bauwerke wie die „vier Wälle“ und der Ostwall das Stadtbild. Der Krefelder Zoo, das Deutsche Textilmuseum und die Burg Linn im Stadtteil Linn zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre Bauhaus-Architektur und Parkanlagen, die aus Gärten ehemaliger Seidenfabrikanten hervorgingen. Wirtschaftlich dominieren heute die chemische Industrie und der Maschinenbau.