Meerbusch liegt im Regierungsbezirk Düsseldorf am linken Niederrhein, zwischen den Städten Krefeld und Düsseldorf. Das Stadtgebiet erstreckt sich über etwa zwölf Kilometer von Nord nach Süd und acht Kilometer von Ost nach West. Mit rund sieben Zehnteln seiner Fläche ist es ländlich geprägt, wobei Felder, Wälder und Wasserflächen das Bild bestimmen. Acht ehemalige Gemeinden bilden heute die Stadtteile Büderich, Osterath, Lank-Latum und andere.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, darunter eine Villa bei Ilverich nahe dem Limes. Im Mittelalter entstand die Burg Meer, um die sich später ein Kloster gründete. Über Jahrhunderte wechselten die Herrschaften, bis die Region nach dem Wiener Kongress zu Preußen kam. Die Industrialisierung brachte Fabriken und Eisenbahnlinien, während Kriege und Besatzung im 20. Jahrhundert tiefe Spuren hinterließen.
Heute ist Meerbusch eine moderne Stadt mit historischem Erbe. Der Name geht auf ein Waldgebiet zurück, das bei der Gründung der Stadt im Zuge der Gebietsreform gewählt wurde. Trotz des Namens ist die Stadt jung, da sie erst 1970 aus mehreren Gemeinden entstand. Ihre Lage zwischen zwei Großstädten prägt das Leben hier, während die umliegenden Felder und Wälder noch immer das Landschaftsbild bestimmen.