Künzing liegt in Niederbayern am östlichen Rand des Gäubodens, einer flachen Landschaft, die sich bis zur Donau erstreckt. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Deggendorf und ist Teil der Region Donau-Wald. Durch den Ort führt die Bundesstraße 8, die Passau mit Straubing verbindet. Die nächstgelegene Autobahn ist die A3, etwa neun Kilometer entfernt.
Die Geschichte Künzings reicht über 5000 Jahre zurück. Schon in der Jungsteinzeit entstand hier eine Kreisgrabenanlage, die als Kalenderbau gedeutet wird. Später nutzten die Römer den Ort als Standort eines Grenzkastells namens Quintanis am Donaulimes. Nach dem Abzug der Römer blieb eine romanische Bevölkerung zurück, bevor im 6. Jahrhundert die Bajuwaren einwanderten. Urkundlich erwähnt wurde Künzing erstmals im Jahr 903 als Besitz des Klosters Niederaltaich.
Künzing ist bekannt für seine reichen archäologischen Funde, die im Museum Quintana ausgestellt werden. Die Pfarrkirche St. Laurentius geht auf eine Eigenkirche des Klosters aus dem 9. Jahrhundert zurück und wurde im 13. Jahrhundert neu erbaut. Das Museum zeigt zudem Druckgrafiken zum Heiligen Severin von Noricum. Die Gemeinde ist ländlich geprägt, mit zahlreichen Weilern und Einöden in ihrer Umgebung.